Der Väter Traum, Der Söhne Werk, Der Enkel Gesundbrunnen   

Karlihausverein Jugend und Kultur e.V. Seifhennersdorf

Bahnhof Seifhennersdorf



Der Bahnhof Seifhennersdorf wurde am 1. November 1874 in Betrieb genommen und war bis 1876 Endpunkt der Strecke. Für diesen Zweck bestand eine Zeitlang ein Lokomotivschuppen mit Drehscheibe, der mit Fertigstellung der Strecke über böhmisches Gebiet wieder abgerissen wurde. Das noch heute bestehende Empfangsgebäude ist ein sächsischer Typenbau, der 1907 noch einmal beträchtlich erweitert wurde. In seiner größten Ausdehnung vor dem Zweiten Weltkrieg besaß Seifhennersdorf acht Gleise mit 21 Weichen, dazu kamen drei private Anschlussgleise. Die Reduzierung der Anlagen begann nach 1945 im Zuge der Reparationsleistungen für die Sowjetunion, denen Gleis 4 und einige Weichenverbindungen zum Opfer fielen. 1980 ersetzte ein EZMG-Stellwerk mit Lichtsignalen die mechanische Stellwerkstechnik.


 

Da noch unter der Deutschen Bundesbahn als Betreiber die Schrankenanlage am Bahnübergang Nordstraße vor dem Bahnhof Seifhennersdorf abgebaut worden war, errichtete die DRE vor dem Bahnübergang einen Behelfsbahnsteig, um kurzfristig eine finanzierbare Wiederinbetriebnahme der Strecke von der Staatsgrenze bis nach Seifhennersdorf zu ermöglichen. Der als Provisorium gedachte Ersatzbau existiert schon seit Dezember 2010. Der ursprüngliche Bahnhof Seifhennersdorf kann nicht mehr bedient werden.

 



Der Seifhennersdorfer Bahnhof hat nur noch eine Nebenrolle für Zugreisende. Hier hält kein Zug mehr, wenige Meter weiter gibt es einen Behelfsbahnsteig – aus baulichen und rechtlichen Gründen.



Die Zweigstrecke wurde von der Sächsischen Staatsbahn gebaut sie wurde am 2. Januar 1868 bis Großschönau fertiggestellt am 15. August 1871 bis Warnsdorf erweitert, das damals zum Österreichischen Böhmen gehörte und heute zu Tschechien gehöhrt.
Von Eibau kommend erreichte der Schienenweg am 1. November 1874 Seifhennersdorf. Der Schienenweg von Seifhennersdorf nach Warnsdorf verzögerte sich da der Grunderwerb auf Österreichischem Territorium sich als schwierig erwies so dass die Nutzung der Verbindung erst zum 15. September 1876 möglich wurde.