Der Väter Traum, Der Söhne Werk, Der Enkel Gesundbrunnen   

Karlihausverein Jugend und Kultur e.V. Seifhennersdorf

Beispiele von Gebäuden und deren Geschichte aus unserem Ort. Die Zukunft der Bauwerke liegt oft im Ungewissen. Bebauungspläne, Restaurationen oder ein kompletter Abriss dieser Bauwerke sind meist nicht leicht umzusetzen. Was der Mensch erbaut, dass zerstört er auch – meistens jedenfalls, als vergessene oder verlassene Orte (Lost Places) werden jene Bauwerke bezeichnet, die nach ihrer Aufgabe und dem daraus resultierenden Leerstand das Interesse der Allgemeinheit verloren haben. Jene Orte, die nirgends besonders erwähnt und gelistet sind und äußerlich wirkend vergessen oder von den Eigentümern vernachlässigt wurden. Für viele in der Umgebung ein Schandfleck und für die  Kommunen und Gemeinden eine Belastung sind. Fast jeder stößt in seinem Ort irgendwann unweigerlich auf ein Bauwerk das seinem Schicksal überlassen wurde. Bei den Kulissen, die sich einem hier bieten, redet man auch von der Schönheit des Verfalls bzw. dem Reiz des Vergessenen. Durch Verwitterung, Brände oder Vandalismus besteht oft auch eine Lebensgefahr und viele können auch aus verschiedenen Gründen nicht erhalten oder neu genutzt werden. Diese Bauwerke die einst von Erfindergeist und Wohlstand zeugten sind Hinterlassenschaften der verschiedensten Zeitepochen. Engagiert man sich für den Erhalt und den Schutz von verlassenen Gebäuden  und ist wirklich an jenen nicht nur oberflächlich interessiert, so wird man zurück zu alten Werten finden müssen, damit der Glanz unserer Vergangenheit erhalten bleibt, dort wo man kann und es auch sinnvoll sein könnte. Wer dies erkennt, wird Großes leisten können – nicht nur für sich selbst, sondern auch für die Nachwelt.


Wer weitere Informationen oder Bilder zu den Objekten besitzt oder andere hat und uns helfen möchte sie zu vervollständigen kann uns über unsere Kontaktdaten erreichen. Vielen Dank.

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Das alte Haus

Das einst stattliche Haus an der Ecke,
gleicht heute einem siechen,
und hätte es eine dunkle Decke,
würd´ es sich darunter verkriechen.

Da, wo einst buntes Treiben,
wohnt leider graue Einsamkeit.
Man sieht es förmlich leiden,
doch teuer wäre ein neues Kleid.

So muß es sich begnügen,
da es anscheinend nicht weitergeht.
Vorbei sind Lust und Vergnügen.
Das alte Haus dies nicht versteht.

Interessantes gäb es zu berichten,
doch das ist dem Hause nicht gegeben.
Gerne lauschten wir seinen Geschichten,
hatte es doch ein langes Leben.


© Irmgard  Adomeit, 2013